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Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

Liebe Gemeinde,
Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit…
Geht es Ihnen auch so? Mich könnte man nachts um drei wecken und ich hätte sofort mehrere Strophen davon parat. In jeder Volksliedersammlung ist es zu finden. Viele Male singen wir es in der Sommerzeit. Es verliert nie seinen Charme und seine Bedeutung.
Eine harte Zeit hat Paul Gerhardt, der Liederdichter, durchlebt, bevor er sein bekanntes Sommerlied schrieb. Die Freude, die darin besungen wird, hat sich am Leiden bewährt. Um so mehr staune ich, wie stark die Bilder des Liedes wirken, wie viel Lebensmut darin steckt. „Geh aus, mein Herz, und suche Freud… an deines Gottes Gaben.“ Ich nehme das Lied mit in die Tage und Wochen des Sommers, fühle mich angesprochen von der liebevollen Anrede: „Mein Herz“ – „mein Liebes“. Möglich, dass Paul Gerhardt an seine Verlobte und spätere Ehefrau Anna Maria dachte, als er das Lied schrieb. Wer weiß. Vielleicht stellte er sich auch vor, wie Gott auf seine Geschöpfe und auch auf den Pfarrer Paul Gerhardt blickt: Geduldig, behutsam, voll von dem Bestreben, zu trösten und zu leiten.

„Schau an der schönen Gärten Zier…“: Da wächst dieses grüne Kraut, ziemlich hässlich, in meinem Beet. Daraus wird doch nichts, denke ich. Jemand rät mir: Lass es wachsen. Warte ab. Da blüht es, zart und schön: Eine Malve. Hat sich selbst ausgesät. Es sind Gottes Gaben, die ich in der Natur finde. Nichts, was irgendjemand kaufen oder machen kann. Nicht König Salomo mit seinem märchenhaften Reichtum wird gelobt, sondern die Narzissen und Tulpen. Die wachsen da im Blumenbeet, jedes Jahr neu, und entfalten ihre Schönheit. Tiere füllen das Bild: Vogelgesang, Bienengesumm, eine Glucke mit den Küken unter ihren Flügeln; dann Wein und Brot, Sinnbild der Stärkung durch Gott im Abendmahl. So sind die Sommermonate, genau wie Paul Gerhardts Lieder: Eine Bildfülle, die kaum zu beschreiben ist. Wer einmal eine Landschaft zu malen versucht hat, oder Tiere, der weiß, was ich meine. Jeder Zweig und jede Wolke ist ein Wunderwerk, jedes Kornfeld, jede Mohnblume und jede Schwalbe.

„Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.“

Selbst einstimmen, mitmalen, mitfreuen, etwas anderes bleibt mir als Mensch nicht übrig. Ich kann es nicht fassen, nur bitten: „Gib, dass der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat [spät] viel Glaubensfrüchte ziehe.“

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Sommer von Gottes Gnade in diesen Wochen erleben und Kraft daraus ziehen.

Pfarrerin Anna Hellmich


Bauland in Kyritz (Alt und Jung)

Die evangelische Kirchengemeinde St. Marien Kyritz, bietet 5 erschlossene Baugrundstücke, gelegen am Eichenweg, rechtsseitig von der Seestraße kommend, zur Erbbaupacht an. Die Grundstücke sind ca. 500 m² groß und liegen direkt am Eichenweg ohne Bebauung in 2. Reihe.

Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail an:
gb-kyritz@kirchenkreis-prignitz.de oder schriftlich an:
Evangelische Kirchengemeinde St. Marien
Johann-Sebastian-Bach-Str. 51
16866 Kyritz

Erweiterung des Aufgabengebiets für das Kyritzer Pfarrteam

Es ist für alle neu. Für uns Pfarrpersonen genauso wie für die anderen im Kyritzer Team, für die Kirchenältesten und die Gemeinden in den Pfarrsprengeln: Ab dem 1. August 2020 gehört neben Kyritz und Gumtow als Drittes der Pfarrsprengel Kolrep mit den Kirchengemeinden Breitenfeld, Brüsenhagen, Dannenwalde, Kolrep, Langnow und Vehlow zu unserem Aufgabengebiet. Es ist zunächst ein Miteinander auf Zeit. Ein Zeitraum von zwei Jahren ist großzügig bemessen, um gemeinsam zu schauen, ob es passt und wie es Gestalt annehmen soll. Formell ist es eine Vakanzverwaltung. Für uns im Pfarrteam ist es mehr: Wir freuen uns
darauf, die Menschen im Pfarrsprengel Kolrep kennen zu lernen, gemeinsam Gottesdienste und Veranstaltungen zu planen und ein Stück Weg miteinander zu gehen. Wer weiß, was Wunderbares daraus wächst! Pfarrerin Anna Hellmich und Pfarrer Daniel Feldmann

Offene Kirche

Seit den Lockerungen bezüglich der Corona-Maßnahmen strömen wieder Menschen nach Kyritz. Wir merken es daran, dass bereits in den Vormittagsstunden Interessierte an der Kirchentür stehen und gerne hinein möchten. Wer sich im Büro meldet, kann die Kirche dann auch besichtigen. Schon seit der Pfingstwoche sind die Kirchenwächterinnen und Kirchenwächter wieder aktiv. Die Kirche ist derzeit täglich von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet. Aufgrund von Corona ist immer noch erhöhte Vorsicht geboten. Von daher können nicht alle so mitwirken, wie sie gerne möchten. Unterstützung nehmen wir dankend an! Vielleicht von Ihnen?
Melden Sie sich gerne bei Frau Bornstein unter 0163-9058434.
Oder kommen Sie im Büro vorbei und lassen Ihren Namen und Ihre Telefonnummer da. Wir freuen uns auf Sie!

Aus dem Gemeindekirchenrat

Wir waren nicht untätig während der verschärften Kontaktsperre. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, oder, biblisch: „Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte…“ Nach diesem Prinzip haben wir uns über kleine Erfolge gefreut, zum Beispiel dass uns die Offene Kirche erlaubt blieb, eine Stunde am Tag, oder dass die Youtube-Andachten und der Telefongottesdienst so gut angenommen wurden. Schon legendär geworden ist das „Christ ist erstanden“ der Bläser am Ostermorgen auf dem Friedhof, das vielen eine Freude bereitet hat.
Nachdem so viele Veranstaltungen ausfielen, haben wir uns auf Bauprojekte und den Friedhof konzentriert. Jetzt geht es los: Die Pläne für das Gemeindehaus liegen vor, die aktualisierte Kostenaufstellung ist beschlossen, die Ausschreibung startet bald. Ich habe von vielen gehört: Na, wird das wohl noch mal was mit eurem Gemeindehaus? So Gott will und wir leben: Ja! Auch der Friedwald ist in Arbeit, viele fleißige Hände haben bei Erdarbeiten und beim Efeu einpflanzen mit angepackt. Zu tun ist immer etwas, auch wenn Highlights wie das Kindermusical ausfallen mussten. Ganz lieben Dank an die vielen Engagierten, Haupt- und Ehrenamtliche! Ihr habt ein Stück Gemeindeleben über diese Tage gerettet.

Pfarrerin Anna Hellmich

Die Kreuzblume

Der als Kreuzblume bekannte Giebelschmuck der Kyritzer St. Marienkirche ist bei einem heftigem Herbststurm Ende 2017 heruntergefallen und zerbrochen. Genaugenommen nicht das gesamte Kreuz, sondern die Ornamente. Diese waren für sich genommen schon schwer genug und hätten das Kirchendach durchschlagen oder ein ähnliches Unglück wie im Jahr 1888 hervorrufen können, als ein Kind von einem herabfallenden Glockenklöppel getroffen wurde. Wir sind froh und dankbar, dass nichts dergleichen passiert ist.
Am 3. Dezember 2001 erst ist die damals neu hergestellte Kreuzblume angebracht worden, nachdem zuvor schon die vergoldeten Kreuze auf den Turmspitzen befestigt wurden. Die Kreuzblume geht zurück auf eine Zeichnung des Architekten Stüler, der für den preußischen König die Fassade der Kirche geplant hat – allerdings ohne die Doppeltürme. Diese wurden später, mit Hilfe eines anderen Architekten, auf Wunsch der Kyritzer Bürger und gegen den Willen des Königs errichtet. Daraufhin mussten die Kyritzer ihre Türme selbst bezahlen. Diese stehen zum Glück auch nach dem Sturm noch.
Gerne möchten wir die Kreuzblume erneuern – diesmal aus einem widerstandsfähigeren Material. Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde und dem kirchlichen Bauamt sind in Planung.
Ab dem Jahr 2021 soll eine umfangreiche Kirchensanierung geplant und umgesetzt werden.
Im Zuge dieser Maßnahmen wird die Kirchengemeinde St. Marien Kyritz Unterstützung für die Erneuerung der Kreuzblume und voraussichtlich auch für die Restaurierung der Kirchenfenster benötigen. Wir freuen uns, wenn die Instandsetzung der Kirche ein positives Echo in Kyritz und in unserer Region findet.

Pfarrerin Anna Hellmich

Kirchenmusik

Die „29. Kyritzer Kirchenmusiken 2020“ hatten – so wie vieles in dieser unruhigen Zeit – einen etwas holprigen Start. Leider mussten die ersten Konzerte und auch das Musical abgesagt werden. Wir hätten es einfach nicht geschafft die Lieder und Tänze einzustudieren. So wird es dann im nächsten Jahr ein Musical geben. Worauf Sie sich aber gefreut haben war das Orgelkonzert mit Erik Hoeppe am 28. Juni unter dem Titel „Georgelt, nicht gerührt!“ Bekannte und unbekannte Melodien aus James-Bond-Filmen erklangen. 

Bitte schauen Sie auf die Internetseite www.kyritzer-kirchenmusiken.de für aktuelle Informationen.

Kantor Michael Schulze an der Reubke-Orgel

Die Kirchenleitung hat auf ihrer Sitzung am 24.4.2020 einer Kirchenmusikerin und fünf Kirchenmusikern der Landeskirche den Titel Kirchenmusikdirektorin bzw. Kirchenmusikdirektor (KMD) verliehen. Der Kantor aus Kyritz gehört auch zu diesen geehrten Kirchenmusikern. Die offizielle Übergabe der Urkunde fand im Gottesdienst am 21. Juni statt. Es war ein festlich-fröhlicher musikalischer Gottesdienst, in dem viel musiziert und gesungen wurde – mit Abstand natürlich. Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Superintendentin Eva-Maria Menard und andere feierten diesen besonderen Gottesdienst mit uns gemeinsam.
„Erd und Himmel sollen singen…

Hier können Sie den Gottesdienst noch einmal miterleben.

Das aktuelle Programm finden Sie im Internet unter
www.kyritzer-kirchenmusiken.de

Die Proben der Kantorei finden mittwochs (außer in den Ferien) von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr im  Moment noch in der Kirche – mit Abstand – statt. Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen!

Wer gern über anstehende Konzerte in unserer Kirche per  Mail informiert werden möchte, schreibe einfach an: kantor@kirchengemeinde-kyritz.de. Die Adressen werden ausschließlich für die Versendung von Konzerthinweisen  genutzt.

Kleine oder auch größere Spenden für die Durchführung der Kirchenmusiken sind immer willkommen und können gern auf folgendes Konto überwiesen werden:

Spendenkonto für Kirchenmusik
Raiffeisenbank OPR eG
IBAN: DE96 1606 1938 0005 0583 92
BIC: GENODEF1NPP
Verwendungszweck: „Kirchenmusik Kyritz“
Spendenbescheinigungen werden gern ausgestellt.

Vielen herzlichen Dank,
Kantor Michael Schulze

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kyritzer Kirchenmusiken: www.kyritzer-kirchenmusiken.de.