Den kompletten Gemeindebrief gibt es hier zum Download:

Download (906,05 kB)

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

Die Corona-Pandemie liegt jetzt schon ein Jahr wie ein Schatten über dieser Welt. So empfinde ich die latente und tatsächliche Bedrohung, der wir derzeitig ausgesetzt sind. Denn es geht darum sich selbst, aber auch andere zu schützen und auf Abstand zu bleiben. Da wirkt die biblische Geschichte „Vom Einzug Jesu in Jerusalem“ wie ein starker Gegensatz. Begeisterung und Jubel brechen sich Bahn. Kleider werden auf der Erde ausgebreitet. Es herrscht eine ausgelassene Atmosphäre. Einzig die Pharisäer erweisen sich als Spielverderber und wirken auf Jesu ein, dass er die Menge der Jünger beruhigen möge. Davon lässt sich Jesus jedoch nicht beeindrucken. Er spricht zu ihnen die folgenden Worte: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien“. So unbändig ist die Freude der Jünger. Das Bild der „Schreienden Steine“ wirkt auf mich erst einmal etwas ungewohnt. Allerdings muss ich sofort an sprechende Steine denken.
Der Gedanke, dass Steine sprechen könnten, hat mich schon immer sehr fasziniert. Gerade bei unseren Kirchen wäre das für mich sehr interessant.
Der Evangelische Kirchenkreis Prignitz betreut mehr als 200 Kirchengebäude. Darunter sind prächtige Pilgerkirchen, Stadtkirchen und eine Vielzahl von Dorfkirchen. Es ist eine Besonderheit unseres Landstriches, dass nahezu jede Ortschaft über eine Kirche verfügt. Jede von ihnen stellt einen unendlich wertvollen Schatz dar. Generationen von Menschen haben sich in den jeweiligen Orten für ihre Kirchen verantwortlich gefühlt. Nur so ist es zu verstehen, dass sich die Gebäude und das Inventar bis zum heutigen Tag erhalten haben. Viele unserer Kirchen sind mehrere Jahrhunderte alt. Manche stammen sogar aus dem Mittelalter. Wenn Steine sprechen könnten, so würden sie vermutlich von den Menschen erzählen, die in all den Jahrzehnten und Jahrhunderten in den Kirchen Gottesdienste gefeiert haben. Da gab es sicherlich viele positive Anlässe. Kinder wurden getauft. Paare haben geheiratet. Doch auch Tränen der Trauer werden bei Beerdigungen geflossen sein. Es gab Zeiten des Krieges und des Friedens. Davon erzählen die Listen der gefallenen Soldaten an den Kirchenwänden. Das Bild der „Schreienden Steine“ ist ein starkes Bild. Sie sind uralt und scheinbar unbelebt. Die lebendigen Steine könnten für das Wirken Gottes stehen, das keine Grenzen kennt. Selbst Steine könnten schreien, wenn Gott es für nötig hält.
So können wir auch in dieser schwierigen Situation der Corona-Pandemie auf den Geist Gottes hoffen, der wieder Normalität ermöglichen wird. Daran möchte ich jedenfalls ganz fest glauben.

Ihr Pfarrer Daniel Feldmann


Gottesdienste April / Mai

Die Gottesdienste bis einschließlich 09. Mai finden als Telefongottesdienste statt. So der Beschluss des Gemeindekirchenrates.

1. Wählen Sie sich bitte ab 10.25 Uhr unter folgender Rufnummer ein:
0211 – 49 111 11 oder 0211 – 38 78 1000 oder 0211 – 38 788 788

2.
Geben Sie anschließend folgende Konferenznummer ein: 54487

3.
Geben Sie anschließend folgende Konferenz-PIN ein: 94449

4.
Bis auf die Mitwirkenden bitten wir alle ihr Mikrofon mit der „1“ stumm
zu schalten, wegen der vielen störenden Nebengeräusche

5.
Sie können sich sowohl mit dem Festnetztelefon als auch mit einem
Mobiltelefon einwählen. Neben dem üblichen Tarif ihres Telefonanbieters
entstehen keine weiteren Kosten.

Förderung der Restaurierungsarbeiten Kirche Demerthin

Das Projekt: „Erhalt der denkmalgeschützten Dorfkirche zu Demerthin“ (Erneuerung Mauerwerk, Dach und Innenwände, Aufarbeitung Holztür, – Fenster und Gestühl, Restaurierung Kanzel, Elektroarbeiten) wird im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin für die Förderperiode 2014-2020 – Maßnahmen M19 (Unterstützung für lokale Entwicklung LEADER) durchgeführt.
Das Vorhaben wird  mit der Hilfe von ELER-Mitteln finanziert.

Pfarrer Daniel Feldmann

Die Kreuzblume

Der als Kreuzblume bekannte Giebelschmuck der Kyritzer St. Marienkirche ist bei einem heftigem Herbststurm Ende 2017 heruntergefallen und zerbrochen. Genaugenommen nicht das gesamte Kreuz, sondern die Ornamente. Diese waren für sich genommen schon schwer genug und hätten das Kirchendach durchschlagen oder ein ähnliches Unglück wie im Jahr 1888 hervorrufen können, als ein Kind von einem herabfallenden Glockenklöppel getroffen wurde. Wir sind froh und dankbar, dass nichts dergleichen passiert ist.
Am 3. Dezember 2001 erst ist die damals neu hergestellte Kreuzblume angebracht worden, nachdem zuvor schon die vergoldeten Kreuze auf den Turmspitzen befestigt wurden. Die Kreuzblume geht zurück auf eine Zeichnung des Architekten Stüler, der für den preußischen König die Fassade der Kirche geplant hat – allerdings ohne die Doppeltürme. Diese wurden später, mit Hilfe eines anderen Architekten, auf Wunsch der Kyritzer Bürger und gegen den Willen des Königs errichtet. Daraufhin mussten die Kyritzer ihre Türme selbst bezahlen. Diese stehen zum Glück auch nach dem Sturm noch.
Gerne möchten wir die Kreuzblume erneuern – diesmal aus einem widerstandsfähigeren Material. Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde und dem kirchlichen Bauamt sind in Planung.
Ab dem Jahr 2021 soll eine umfangreiche Kirchensanierung geplant und umgesetzt werden.
Im Zuge dieser Maßnahmen wird die Kirchengemeinde St. Marien Kyritz Unterstützung für die Erneuerung der Kreuzblume und voraussichtlich auch für die Restaurierung der Kirchenfenster benötigen. Wir freuen uns, wenn die Instandsetzung der Kirche ein positives Echo in Kyritz und in unserer Region findet.

Pfarrerin Anna Hellmich

Kirchenmusik

So einiges war ja anders im letzten Jahr – so auch die Adventsmusik. Nicht drinnen in der Kirche, weil wir dort die nötigen Abstände nicht einhalten konnten, sondern draußen, vor der Kirche – mit Abstand, to go… Die Bläserinnen und Bläser waren gemeinsam mit der Kantorei zu hören. Einige Advents- und Weihnachtslieder wurden musiziert und luden zum Mitsingen ein.
Bitte schauen Sie auf die Internetseite www.kyritzer-kirchenmusiken.de für aktuelle Informationen.

Kantor Michael Schulze an der Reubke-Orgel

Die Kirchenleitung hat auf ihrer Sitzung am 24.4.2020 einer Kirchenmusikerin und fünf Kirchenmusikern der Landeskirche den Titel Kirchenmusikdirektorin bzw. Kirchenmusikdirektor (KMD) verliehen. Der Kantor aus Kyritz gehört auch zu diesen geehrten Kirchenmusikern. Die offizielle Übergabe der Urkunde fand im Gottesdienst am 21. Juni statt. Es war ein festlich-fröhlicher musikalischer Gottesdienst, in dem viel musiziert und gesungen wurde – mit Abstand natürlich. Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Superintendentin Eva-Maria Menard und andere feierten diesen besonderen Gottesdienst mit uns gemeinsam. „Erd und Himmel sollen singen…”

Hier können Sie den Gottesdienst noch einmal miterleben.

Das aktuelle Programm finden Sie im Internet unter
www.kyritzer-kirchenmusiken.de

Die Proben der Kantorei finden im Moment leider nicht statt.

Wer gern über anstehende Konzerte in unserer Kirche per  Mail informiert werden möchte, schreibe einfach an: kantor@kirchengemeinde-kyritz.de. Die Adressen werden ausschließlich für die Versendung von Konzerthinweisen  genutzt.

Kleine oder auch größere Spenden für die Durchführung der Kirchenmusiken sind immer willkommen und können gern auf folgendes Konto überwiesen werden:

Spendenkonto für Kirchenmusik
Raiffeisenbank OPR eG
IBAN: DE96 1606 1938 0005 0583 92
BIC: GENODEF1NPP
Verwendungszweck: „Kirchenmusik Kyritz“
Spendenbescheinigungen werden gern ausgestellt.

Vielen herzlichen Dank,
Kantor Michael Schulze

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kyritzer Kirchenmusiken: www.kyritzer-kirchenmusiken.de.