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Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindeblattes!
Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. (1. Mose 8,22)

„Soll ich vergleichen dich dem Sommertag?
Nein, nicht so lieblich ist er und so mild;
Wie oft der Sturm des Frühlings Knospen brach,
Und Sommer weilt nur flüchtig im Gefild!
Oft scheint des Himmels goldnes Aug’ zu heiß,
Oft trübet sich sein strahlend Angesicht,
Und wie oft schwindet seiner Schönheit Preis,
Wenn Zufall oder die Natur sie bricht!“
Aus: William Shakespeare, Sonett Nr. 18 (Übers. Emil Wagner 1840)

Ein Sommertag, das ist für mich ein Tag am Meer. Das Salz in der Luft riechen, den Sand an den Füßen spüren, staunen über die vielen Farben des Wassers. Am Abend dann noch lange draußen sitzen und dem Gesang der Vögel und dem Schreien der Möwen lauschen. Bei einem Glas Wein über dies und das reden, oder schweigen und schauen, wie die Sonne untergeht, während der Wind in den Bäumen flüstert. Wen auch immer Shakespeare in seinem Sonett preist – es muss schon ein ganz besonderer Mensch gewesen sein. Denn ein perfekter Sommertag, finde ich, ist eine große Kostbarkeit. Egal wo und wie wir ihn erleben, er bleibt in Erinnerung als ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit. Wie oft beschweren wir uns über das Wetter! Es ist uns zu kalt, zu heiß, zu wolkig, zu windig, zu trocken, ständig regnet es… Dabei gibt es doch nichts Schöneres als an einem richtig heißen Tag ins Wasser zu springen, oder nach einem Regenschauer hinauszugehen und die frische Luft zu atmen. Schauen wir in den Himmel: Da steht er, der Regenbogen, Gottes Zeichen, dass er für uns Menschen und auch für die Tiere und Pflanzen sorgen will. Dass es weitergehen soll mit uns: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“. (1 Mose 8,22) „Sometime too hot the eye of heaven shines…“ Ja, die Sonne brennt manchmal herab wie ein unerbittlicher Blick, vor dem sich niemand verstecken kann. Staubwolken steigen vom Acker auf. Heftige Stürme schütteln nicht nur die Blüten von den Bäumen, sondern knicken die Stämme und ziehen eine Schneise durch den Wald. Zu viele Käfer nisten in der Baumrinde. Tsunamis verwüsten ganze Landstriche. Das Meer und der Strand ersticken an Plastikmüll. Gott hat versprochen, dass es nie wieder eine Sintflut geben wird, so wie damals, als Noah Tiere und Menschen in seine Arche rettete. Wir haben Gott auf unserer Seite, wenn wir seine Geschöpfe schützen wollen. Am Ende der Zeit wird er einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. Da sind wir jetzt aber noch nicht. Es bleibt noch einiges zu tun. Shakespeare schreibt über die Frau, die für ihn schöner als ein Sommertag war:
„Doch nie ein Ende deinem Sommer droht,
Verlust des Schönen nie, was dir gehört;
Dich zu umschatten, rühmt sich nie der Tod,
Wenn du in ew’gen Liedern wirst verklärt;
So lang’ ein Athem weht, ein Auge sieht,
Lebt und verleiht dir Leben dieses Lied.“
Dasselbe kann auch von Gottes Liebe zu seinen Geschöpfen gesagt werden: Sie ist ewig, sie gilt für alle Zeit. Von Ostern, von Pfingsten her kommend nehmen wir seine Zusage mit in den Sommer: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“. Tun wir das Unsere dazu.
Pfarrerin Anna Hellmich


Nachrichten aus Kyritz

Turmbesteigung

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Turmbesteigung am 24.08.2021 – durch Industriekletterer https://turmwerker.de

Es gibt gleich zweimal gute Nachrichten:
Erstens: Die Kreuzblume auf dem Giebel der Kyritzer St. Marienkirche wird  möglicherweise in diesem Jahr noch ersetzt. Die Versicherung teilte mit, dass sie den Sturmschaden aus dem Jahr 2018 in Gänze übernehmen wird. Anhand der Fotos können Sie die am 18. März durchgeführte Begehung nachvollziehen: Die Fachleute untersuchen den Giebel und den Unterbau für die Kreuzblume, um festzustellen, ob hier etwas erneuert werden muss, und wie die so genannten Grabben (einzeln gegossene Teile) befestigt waren. Im Herbst 2018 sind durch den Sturm alle acht Grabben heruntergefallen und zerschellt. Offensichtlich waren die Nähte im Lauf der Zeit aufgebrochen. Nun wird – voraussichtlich mittels 3DDruck – eine neue Gussform aus einer anderen Legierung als der ersten hergestellt. Details müssen noch mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden – dann kann es losgehen!

Die zweite sehr erfreuliche Nachricht: Das Kyritzer Gemeindehaus ist fertig saniert und wir freuen uns darauf, es hoffentlich bald wieder für viele Veranstaltungen nutzen zu können. Folgende Arbeiten wurden mit Unterstützung des Kyritzer Planungsbüros Scholz & Rillcke durchgeführt: Eine Dachkehle und der Dachanschluss zum Bürogebäude des Kirchenkreisverbands Prignitz-Havelland-Ruppin wurden in Ordnung gebracht, um die Feuchtigkeitsschäden im Obergeschloss nachhaltig zu beseitigen. Der Sockel an der Wandseite Richtung Alte Berufsschule wurde freigelegt und mit einer neuen Vertikalsperre versehen, sodass die Putzschäden an der Innenwand nicht bloß oberflächlich, sondern mit Langzeitwirkung repariert werden konnten. Sanitäranlagen und Beleuchtung im Altbau wurden modernisiert, und ein Umbau der Räume im Obergeschoss vorgenommen: Die Teeküche ist nun Teil des großen Raums, was dem Ganzen mehr Helligkeit und Offenheit gibt. Neue Schränke im Christenlehreraum und im Gemeindesaal verbessern die Möglichkeiten für Stauraum. Die Heizanlage im Altbau musste kurzfristig ausgetauscht werden, als der Heizungsfachmann feststellte, dass der alte Kessel nicht mehr benutzbar war. Zum Glück hat hier der Kirchenkreis unterstützt, da die Heizanlage auch das Nachbargebäude (Kirchenkreisverband) mit versorgt.
Barrierefreiheit war ein wichtiges Thema für die Kirchengemeinde, sodass von Anfang an die Rampe zum Gemeindesaal im Blick war. Wir haben uns entschieden, die Treppe ganz zu beseitigen und die Rampe entsprechend anzupassen. Die Brandschutztür zum Gemeindesaal verfügt nun über einen Feststellmechanismus. Der ganze Altbau, der Gemeindesaal, der Gang und auch die Küche im Erdgeschoss erstrahlen in neuen Farben. Vielen Dank an alle Mitwirkenden und auch für die großzügigen Spenden! Nach dem Bau ist vor dem Bau: Der Jugendraum im Erdgeschoss des Neubaus braucht nicht nur neue Möbel und eine neue Gestaltung, sondern weist einen tiefen Riss an der Gartenseite auf. Im Herbst muss (leider!) der Nussbaum fallen, der viel zu dicht an der Hausseite steht. Danach kann die Reparatur in Angriff genommen werden.
Für den Bauausschuss: Pfarrerin Anna Hellmich

Anmeldung Goldene Konfirmation

Liebe Jubilar*innen, bitte beachten Sie: Die Goldene Konfirmation wird ausnahmsweise am zweiten Sonntag im September stattfinden, dem 12.9.2021 um 10.30 Uhr in der St. Marienkirche Kyritz. Gerne können Sie sich ab sofort im Gemeindebüro anmelden. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen! Der Ablauf wird voraussichtlich so sein
wie immer: Fototermin vor dem Gottesdienst, im Anschluss Mittagessen, mit Gelegenheit zum Austausch und Erinnern an gemeinsame Erlebnisse. Auch diejenigen, die ihre Diamantene Konfirmation feiern, sind herzlich eingeladen.

Förderung der Restaurierungsarbeiten Kirche Demerthin

Das Projekt: „Erhalt der denkmalgeschützten Dorfkirche zu Demerthin“ (Erneuerung Mauerwerk, Dach und Innenwände, Aufarbeitung Holztür, – Fenster und Gestühl, Restaurierung Kanzel, Elektroarbeiten) wird im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin für die Förderperiode 2014-2020 – Maßnahmen M19 (Unterstützung für lokale Entwicklung LEADER) durchgeführt.
Das Vorhaben wird  mit der Hilfe von ELER-Mitteln finanziert.

Pfarrer Daniel Feldmann

Kirchenmusik

In diesem Jahr sind trotz der noch immer aktuellen Pandemie interessante Konzerte und  Veranstaltungen in der St. Marienkirche geplant und ich hoffe sehr, dass alles wie vorgesehen
stattfinden kann. Gegebenenfalls informieren Sie sich bitte auf der Seite www.kyritzer-kirchenmusiken.de über notwendige coronabedingte Änderungen.

“Peter Trom und die Orgelpfeifenkonferenz” – so lautete der Titel des Familienkonzertes am Freitag, dem 20. August. Hauptsächlich für Schülerinnen und Schüler war dieser Vormittag gedacht, um unsere Orgel ein wenig näher kennenzulernen. Ca. 150 Kinder aus der Grundschule besuchten die drei Veranstaltungen.

Die Kirchenleitung hat auf ihrer Sitzung am 24.4.2020 einer Kirchenmusikerin und fünf Kirchenmusikern der Landeskirche den Titel Kirchenmusikdirektorin bzw. Kirchenmusikdirektor (KMD) verliehen. Der Kantor aus Kyritz gehört auch zu diesen geehrten Kirchenmusikern. Die offizielle Übergabe der Urkunde fand im Gottesdienst am 21. Juni 2020 statt. Es war ein festlich-fröhlicher musikalischer Gottesdienst, in dem viel musiziert und gesungen wurde – mit Abstand natürlich. Die damalige Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Superintendentin Eva-Maria Menard und andere feierten diesen besonderen Gottesdienst mit uns gemeinsam. „Erd und Himmel sollen singen…”

Hier können Sie den Gottesdienst noch einmal miterleben.

Das aktuelle Programm finden Sie im Internet unter
www.kyritzer-kirchenmusiken.de

Die Proben der Kantorei finden im Moment wieder in der Kirche statt, jeden Mittwoch ab 19.30 Uhr. Wenn jemand uns gesanglich unterstützen möchte, kann dies gern tun – bitte vorher um kurze Info an mich.

Wer über anstehende Konzerte in unserer Kirche per  Mail informiert werden möchte, schreibe einfach an: kantor@kirchengemeinde-kyritz.de. Die Adressen werden ausschließlich für die Versendung von Konzerthinweisen  genutzt. Ich melde mich umgehend bei Ihnen.

Kleine oder auch größere Spenden für die Durchführung der Kirchenmusiken sind immer willkommen und können gern auf folgendes Konto überwiesen werden:

Spendenkonto für Kirchenmusik
Raiffeisenbank OPR eG
IBAN: DE96 1606 1938 0005 0583 92
BIC: GENODEF1NPP
Verwendungszweck: „Kirchenmusik Kyritz“
Spendenbescheinigungen werden gern ausgestellt.

Vielen herzlichen Dank,
Kantor Michael Schulze

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kyritzer Kirchenmusiken: www.kyritzer-kirchenmusiken.de.