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Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

Der Herbst ist für mich eine ganz wunderbare Jahreszeit. Es ist die Zeit der Ernte, der bunten Blätter, der Kastanien und Pilze. Nach den ganzen heißen Tagen im Sommer tut es mir gut etwas Regen zu spüren. Die trockenen Böden dürsten nach Wasser und saugen sich jetzt hoffentlich richtig voll. Spätsommer und Herbst sind die Zeiten der Ernte und damit auch des Erntedankfestes. Dankbar schauen auf Gottes herrliche Schöpfung. Gott schenkt uns die Möglichkeit zu pflanzen und zu ernten. Er schenkt uns goldene Kornähren, saftige Birnen und Äpfel und vieles mehr. Er erhält uns am Leben, schenkt uns Freude und die Möglichkeit etwas zu erschaffen. Wie viele Obstsorten gibt es heute! Neulich sah ich eine Dokumentation über Tomatenzucht. In dieser Dokumentation war allein von über 100 verschiedenen Sorten von Tomaten die Rede. Wir haben eine Fülle von Möglichkeiten, uns in dieser Welt zu verwirklichen. Das ist ein Grund dankbar zu sein.

Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.

Es ist eine alte und vielleicht etwas fremde Form sich vorzustellen, wie Gott das Leben dereinst beginnen lässt. Für mich ist allein wichtig, dass meine Geburt, meine gesamte Existenz nicht ein kosmischer Zufall ist, sondern ein von Gott gewolltes Leben. Und so wie mein Leben gewünscht und gewollt ist, so ist es bei jedem anderen Leben auch, so kurz oder lang es auch sein mag. Umso wichtiger ist die Erinnerung daran, dass der Mensch nicht allein seines Glückes Schmied ist. Er verdankt es auch anderen. Jede oder jeder von uns hat schon Geschenke erhalten. Damit meine ich keine Geburtstagsgeschenke, sondern Geschenke, die unser Leben nachhaltig prägen. Fähigkeiten, Prägungen, Talente haben wir geschenkt bekommen von Eltern, Freunden, Arbeits- und Gewerkschaftskollegen und letztlich von Gott. Er hat dem Menschen, wie es die Schöpfungsgeschichte poetisch ausdrückt, den Odem eingehaucht. Und Gott tut das auch heute noch durch seinen Geist. Wo der weht, da ist Freiheit. Da wird der Mensch ein lebendiges Wesen, eines, das nicht nur um sich selbst kreist, sondern den Mitmenschen liebt, ihm zuhört und mit ihm spricht, mit ihm gemeinsam arbeitet und protestiert, musiziert oder Sport treibt – und betet.

Ihr Pfarrer Daniel Feldmann


Weltladen feiert seinen 20. Geburtstag

Im September 1998 entschlossen sich einige Frauen aus unserer Kirchengemeinde eine Initiative zu starten. Der Faire Handel mit fairen Produkten sollte gestärkt werden. So wurde ein kleiner Laden mit Verkaufsstelle in den Räumen des Kirchenkreises aufgebaut. Mittlerweile kann der Weltladen auf eine 20- jährige Geschichte zurückblicken. Natürlich hat sich inzwischen der Standort verändert. Der Weltladen präsentiert sich, wie ein ganz normales Geschäft, in der Hamburgerstraße. Die Ideale und das große, ehrenamtliche Engagement sind geblieben.
Im Laufe der Zeit ist das Sortiment vielfältiger geworden und die Zahl der
ehrenamtlich Mitarbeitenden gestiegen. Zwölf Mitarbeitende betreuen nun den Laden und realisieren so regelmäßige Öffnungszeiten. Seit diesem Jahr ist der Weltladen in die Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Kyritz übergegangen. Wir sind stolz und danken ganz herzlich für das große Engagement.
Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen für die kommenden 20 Jahre.

Pfr. Daniel Feldmann

Christenlehrerüstzeit in Potsdam

Am ersten Ferientag ging es auch in diesem Sommer auf große Fahrt. Genau 30 Christenlehrekinder aus Breddin und Kyritz rollten am 5. Juli voller Vorfreude mit großen und kleinen Koffern auf den Kyritzer Kirchplatz. Bei schönstem Sommerwetter brachte uns der Bus diesmal nicht aufs Land wie bisher, sondern mitten in die große Stadt Potsdam. In unmittelbarer Nähe der Erlöserkirche, im „Alten Haus Potsdam“, wurden die ersten Ferientage dann aber genauso erlebnisreich wie erwartet. Während der Zeit stand die biblische Geschichte der Königin Esther im Vordergrund. Die Kinder konnten in diesem kleinen Buch der Bibel viele Parallelen zur heutigen Zeit entdecken. Über die Themenarbeit hinaus wurde natürlich viel gespielt, gesungen und gebastelt.
Selbstverständlich viel die Wahl nicht ohne Grund auf ein königliches Thema. In einer alten Königsstadt interessierte uns auch, wie die „neuzeitlichen“ Könige in Potsdam lebten. Wir durchwanderten den Park von Sanssouci und hätten uns gefreut, wenn uns eine königliche Kutsche ein Stück unseres langen Weges mitgenommen hätte… Wie in jedem Jahr vergingen die gemeinsamen Tage viel zu schnell und am Sonntagnachmittag konnten alle von ihren Eltern wieder in Kyritz in Empfang genommen werden.
Ein ganz herzliches Dankeschön allen engagierten Mitarbeitenden, die auch diesmal den Einsatz von Urlaubstagen, Überstunden o.ä. nicht gescheut haben, um die Kinder auf dieser Sommerrüstzeit zu begleiten.
Annemarie Schulze, Gemeindepädagogin

Paddeltour 2018

Für 10 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren ging es in der ersten Ferienwoche in drei Tagen mit dem Canadier von Fretzdorf bis nach Vehlgast. Die Idee, den südlichen Teil unseres Kirchenkreises mit dem Boot auf der Dosse zu durchfahren, brachte diese jungen Menschen zusammen. Sie erlebten Tage der Gemeinschaft und des Getragen seins – unterwegs in Gottes guter Schöpfung. Nebenher sammelten wir dann noch einen übervollen PKW-Anhänger Müll ein, um die Dosse ein kleines bisschen sauberer zu hinterlassen. Im nächsten Jahr wird es vielleicht ein anderer Fluss, eine andere Gegend und vielleicht auch eine andere Gruppe sein, aber das Paddeln durch den Kirchenkreis soll – als zweites überregionales Sommerangebot der Evangelischen Jugend des Kirchenkreises Prignitz – fester Bestandteil des Jahresprogramms werden.

Kreisjugendwart Marko Geitz

Lebendiger Adventskalender

„Leise rieselt der Schnee“, „Macht hoch die Tür“ oder „O Tannenbaum“ singt eine kleine Gruppe. Ein paar Kerzen erleuchten den Raum. Dann hören alle gespannt auf die Geschichte…
So oder so ähnlich ist es, wenn sich Menschen zum „Lebendigen Adventskalender“ in Kyritz treffen. Man kommt an ganz unterschiedlichen Orten zusammen: In einem Geschäft, unter einem Fenster, auf Höfen, in Fluren, bei Ihnen zu Hause oder in der Kirche. Und man schenkt sich gegenseitig etwas, von dem wir alle gern mehr hätten: Zeit. Zeit zum Zuhören und Singen und Durchatmen. Zeit, um sich einzustimmen auf das Weihnachtsfest, denn Advent heißt warten auf die Ankunft Gottes und gemeinsam wartet sich’s immer besser.
Wir würden uns freuen, wenn SIE mitmachen. Was ist zu tun? Öffnen Sie einfach Ihre Tür. Suchen Sie ein Lied und eine Geschichte, ein Gedicht, einen Text, den Sie mit Advent verbinden. Im Anschluss könnte es ein paar Kekse oder Glühwein geben – vielleicht auch Zeit für ein Gespräch….
Zeit: Immer montags bis freitags in der Adventszeit vom 3. Dezember bis zum 21. Dezember, jeweils 17:00 Uhr. Dauer: ca 10 Minuten bis ??
Machen Sie mit? Wir würden uns sehr freuen!

Anmeldungen bitte bei Pfn. Gundula Reinshagen (Tel.: 033970-549409)
oder im Gemeindebüro Kyritz (Tel.: 033971-72374)

Ihre Evangelische Kirchengemeinde Kyritz

Kirchenmusik

„Abraham und Sara“ – das Musical in der St. Marienkirche lockte mit drei Aufführungen über 1.000 Besucher in unsere Kirche. Es war ein großartiger Erfolg für die 50 Mitwirkenden. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle noch einmal allen Kindern und  Jugendlichen, den Musikern der Musical-Projekt-Band, den Helferinnen vor und hinter der Bühne, Alex Weisheit mit der Firma „SETTEC“ für die Ton- und Lichtanlage, allen Unterstützern die dieses Vorhaben finanziell gefördert haben. Das nächste Musical kommt bestimmt…

Wenn dieser Gemeindebrief erscheint, sind zwei hervorragende Konzerte im September vorbei. Irische Musik mit Máire Breatnach und Matthias Kießling und „Orgel plus Schlagzeug“ mit Christina Schütz und Andreas van den Brandt.

Auf das letzte Konzert in diesem Jahr, die „Adventsmusik im Kerzenschein“, bereiten sich Kantorei und Bläser derzeit vor. Am 9. Dezember werden ab 15.30 Uhr Advents- und Weihnachtslieder aus aller Welt zu hören sein. Chorsätze, Bläserliteratur und Orgelstücke werden Sie auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen.

Proben der Kantorei sind immer mittwochs (außer in den Ferien) von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr im Gemeindehaus Kyritz. Auch wer ein Blechblasinstrument erlernen möchte, kann sich gern mit mir in Verbindung setzen. Kinder und Erwachsene möchte ich gleichermaßen dazu einladen. Instrumente zum Verleih stehen bereit.

Herzlich willkommen!

Kleine oder auch größere Spenden für die Durchführung der Kirchenmusiken sind immer willkommen und können gern auf folgendes Konto überwiesen werden:

Spendenkonto für Kirchenmusik
Raiffeisenbank OPR eG
IBAN: DE96 1606 1938 0005 0583 92
BIC: GENODEF1NPPVerwendungszweck: Verwendungszweck: „Kirchenmusik Kyritz“
Spendenbescheinigungen werden gern ausgestellt.

Vielen herzlichen Dank,
Kantor Michael Schulze

Weiter Informationen finden Sie auf der Homepage der Kyritzer Kirchenmusiken: www.kyritzer-kirchenmusiken.de.