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Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt‘s in einen löchrigen Beutel. Haggai 1,6
Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefs, der Monatsspruch für den Monat September hält auf den ersten Blick nicht viel Positives bereit. Es handelt sich um eine ganz fundamentale Kritik, die auf breiter Front geführt. Ein ganzes Volk wird angeklagt und zum Umdenken aufgefordert. Der historische Hintergrund dieser Prophetenworte führt uns tief in die Geschichte Israels hinein. Im Jahr 520 v. Chr. gleicht Jerusalem einem
Trümmerfeld. Der Tempel in der Mitte der Stadt ist nur noch eine Ruine. Denn er wurde vor Jahrzehnten von den Babyloniern zerstört. Die soziale Situation ist ebenfalls von Verzweiflung geprägt. Es hat eine schwere Dürre gegeben und die einst nach Babylon verschleppten Israeliten kommen aus dem Exil zurück. Dies verschärft den Kampf um die knappen Ressourcen noch zusätzlich und führt zu Spannungen innerhalb der Gesellschaft. Da tritt der Prophet Haggai in Jerusalem auf und analysiert die Probleme der Menschen ganz nüchtern: „Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt‘s in einen löchrigen Beutel“. Der Prophet ruft dazu auf, die Not zu bekämpfen. Doch ist sein Rezept dafür auf den ersten Blick etwas eigenwillig. Haggai möchte, dass seine Landsleute den Tempel wieder aufbauen. Das würde Gott gefallen und die Not lindern. Dieser fromme Wunsch erweist sich auf den zweiten Blick als ungemein sinnvoll. Der Tempel ist der Ort des Gottesdienstes und damit auch ein sozialer Ort. Im Gebet können wir unser Verhältnis zu Gott kräftigen und gleichzeitig unsere Gemeinschaft stärken. Ein gutes Wort kann uns helfen unser
Leben und unsere sozialen Bezüge zu reflektieren. So können wir auch für andere da sein, miteinander teilen und Krisen überstehen. Diesen Willen und diese gemeinsame Kraft wünsche ich uns auch angesichts der Corona-Pandemie, die viele Menschen vereinsamen lässt und auf sich selbst zurückwirft. Eine Erfahrung der Corona-Pandemie könnte sein, dass wir einander brauchen und füreinander da sein müssen. Das betrifft uns in unseren kleineren und größeren Gemeinschaften. So möge Gott unsere Gemeinden segnen und immer wieder Momente tiefer Gemeinschaft ermöglichen.

Ihr Pfarrer Daniel Feldmann


Eine Streuobstwiese für Kyritz

Am Samstag, dem 7. August wurden bei einem ersten Einsatz am Leddiner Weg Obstbäume freigeschnitten, Parzellenzäune entfernt und ein Teil der Fläche gemäht.
Eine Streuobstwiese entsteht hier. Die ersten Gespräche zu diesem Projekt fanden im  Frühsommer diesen Jahres statt: Re:Generation e.V., ein junger Verein aus Netzeband, sprach die Kirchengemeinde an, ob wir ein Gelände für die Gestaltung einer Streuobstwiese zur Verfügung stellen könnten. Ein Glücksfall und eine große Freude für alle, die sich für die Pflanzung der Bäume eingesetzt haben und dann enttäuscht waren, als aus dem geplanten Gartenprojekt nichts wurde. Jetzt passt es in jeder Hinsicht mit der Zusammenarbeit: Die Obstbäume auf dem Kirchengrundstück, im Rahmen einer Ausgleichspflanzung durch die Stadt Kyritz dort angepflanzt, brauchen dringend Pflege  und Zuwendung. Einige von ihnen werden bald zum ersten Mal Früchte tragen, so dass im
Herbst eine kleine Ernte anfallen wird. Der Verein hat sich bereit erklärt, sich um das Mähen zu kümmern, so dass die Bäume leichter zugänglich sind. Darüber hinaus soll die Fläche weiter bearbeitet und gestaltet werden, eventuell auch mit kleinen Blühstreifen.
Für vorerst zwei Jahre haben der Verein Re:Generation e.V. und die Evangelische  Kirchengemeinde St. Marien Kyritz einen Gefälligkeitsvertrag für die Fläche am Leddiner Weg geschlossen. Im Herbst und Frühjahr wird es Schnittkurse geben, Bienenkästen und
Insektenhotels sollen auf das Gelände gebracht werden, und schon dieses Jahr im September ist ein Erntefest angedacht. Wir halten Sie auf dem Laufenden und freuen uns über Interessierte, die an den Kursen teilnehmen oder sich anderweitig einbringen  möchten!
Pfarrerin Anna Hellmich

Nachrichten aus Kyritz

Turmbesteigung

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Turmbesteigung am 24.08.2021 – durch Industriekletterer https://turmwerker.de

Es gibt gleich zweimal gute Nachrichten:
Erstens: Die Kreuzblume auf dem Giebel der Kyritzer St. Marienkirche wird  möglicherweise in diesem Jahr noch ersetzt. Die Versicherung teilte mit, dass sie den Sturmschaden aus dem Jahr 2018 in Gänze übernehmen wird. Anhand der Fotos können Sie die am 18. März durchgeführte Begehung nachvollziehen: Die Fachleute untersuchen den Giebel und den Unterbau für die Kreuzblume, um festzustellen, ob hier etwas erneuert werden muss, und wie die so genannten Grabben (einzeln gegossene Teile) befestigt waren. Im Herbst 2018 sind durch den Sturm alle acht Grabben heruntergefallen und zerschellt. Offensichtlich waren die Nähte im Lauf der Zeit aufgebrochen. Nun wird – voraussichtlich mittels 3DDruck – eine neue Gussform aus einer anderen Legierung als der ersten hergestellt. Details müssen noch mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden – dann kann es losgehen!

Die zweite sehr erfreuliche Nachricht: Das Kyritzer Gemeindehaus ist fertig saniert und wir freuen uns darauf, es hoffentlich bald wieder für viele Veranstaltungen nutzen zu können. Folgende Arbeiten wurden mit Unterstützung des Kyritzer Planungsbüros Scholz & Rillcke durchgeführt: Eine Dachkehle und der Dachanschluss zum Bürogebäude des Kirchenkreisverbands Prignitz-Havelland-Ruppin wurden in Ordnung gebracht, um die Feuchtigkeitsschäden im Obergeschloss nachhaltig zu beseitigen. Der Sockel an der Wandseite Richtung Alte Berufsschule wurde freigelegt und mit einer neuen Vertikalsperre versehen, sodass die Putzschäden an der Innenwand nicht bloß oberflächlich, sondern mit Langzeitwirkung repariert werden konnten. Sanitäranlagen und Beleuchtung im Altbau wurden modernisiert, und ein Umbau der Räume im Obergeschoss vorgenommen: Die Teeküche ist nun Teil des großen Raums, was dem Ganzen mehr Helligkeit und Offenheit gibt. Neue Schränke im Christenlehreraum und im Gemeindesaal verbessern die Möglichkeiten für Stauraum. Die Heizanlage im Altbau musste kurzfristig ausgetauscht werden, als der Heizungsfachmann feststellte, dass der alte Kessel nicht mehr benutzbar war. Zum Glück hat hier der Kirchenkreis unterstützt, da die Heizanlage auch das Nachbargebäude (Kirchenkreisverband) mit versorgt.
Barrierefreiheit war ein wichtiges Thema für die Kirchengemeinde, sodass von Anfang an die Rampe zum Gemeindesaal im Blick war. Wir haben uns entschieden, die Treppe ganz zu beseitigen und die Rampe entsprechend anzupassen. Die Brandschutztür zum Gemeindesaal verfügt nun über einen Feststellmechanismus. Der ganze Altbau, der Gemeindesaal, der Gang und auch die Küche im Erdgeschoss erstrahlen in neuen Farben. Vielen Dank an alle Mitwirkenden und auch für die großzügigen Spenden! Nach dem Bau ist vor dem Bau: Der Jugendraum im Erdgeschoss des Neubaus braucht nicht nur neue Möbel und eine neue Gestaltung, sondern weist einen tiefen Riss an der Gartenseite auf. Im Herbst muss (leider!) der Nussbaum fallen, der viel zu dicht an der Hausseite steht. Danach kann die Reparatur in Angriff genommen werden.
Für den Bauausschuss: Pfarrerin Anna Hellmich

Förderung der Restaurierungsarbeiten Kirche Demerthin

Das Projekt: „Erhalt der denkmalgeschützten Dorfkirche zu Demerthin“ (Erneuerung Mauerwerk, Dach und Innenwände, Aufarbeitung Holztür, – Fenster und Gestühl, Restaurierung Kanzel, Elektroarbeiten) wird im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin für die Förderperiode 2014-2020 – Maßnahmen M19 (Unterstützung für lokale Entwicklung LEADER) durchgeführt.
Das Vorhaben wird  mit der Hilfe von ELER-Mitteln finanziert.

Pfarrer Daniel Feldmann

Kirchenmusik

In diesem Jahr sind trotz der noch immer aktuellen Pandemie interessante Konzerte und  Veranstaltungen in der St. Marienkirche geplant und ich hoffe sehr, dass alles wie vorgesehen
stattfinden kann. Gegebenenfalls informieren Sie sich bitte auf der Seite www.kyritzer-kirchenmusiken.de über notwendige coronabedingte Änderungen.

“Peter Trom und die Orgelpfeifenkonferenz” – so lautete der Titel des Familienkonzertes am Freitag, dem 20. August. Hauptsächlich für Schülerinnen und Schüler war dieser Vormittag gedacht, um unsere Orgel ein wenig näher kennenzulernen. Ca. 150 Kinder aus der Grundschule besuchten die drei Veranstaltungen.

Die Kirchenleitung hat auf ihrer Sitzung am 24.4.2020 einer Kirchenmusikerin und fünf Kirchenmusikern der Landeskirche den Titel Kirchenmusikdirektorin bzw. Kirchenmusikdirektor (KMD) verliehen. Der Kantor aus Kyritz gehört auch zu diesen geehrten Kirchenmusikern. Die offizielle Übergabe der Urkunde fand im Gottesdienst am 21. Juni 2020 statt. Es war ein festlich-fröhlicher musikalischer Gottesdienst, in dem viel musiziert und gesungen wurde – mit Abstand natürlich. Die damalige Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Superintendentin Eva-Maria Menard und andere feierten diesen besonderen Gottesdienst mit uns gemeinsam. „Erd und Himmel sollen singen…”

Hier können Sie den Gottesdienst noch einmal miterleben.

Das aktuelle Programm finden Sie im Internet unter
www.kyritzer-kirchenmusiken.de

Die Proben der Kantorei finden im Moment wieder in der Kirche statt, jeden Mittwoch ab 19.30 Uhr. Wenn jemand uns gesanglich unterstützen möchte, kann dies gern tun – bitte vorher um kurze Info an mich.

Wer über anstehende Konzerte in unserer Kirche per  Mail informiert werden möchte, schreibe einfach an: kantor@kirchengemeinde-kyritz.de. Die Adressen werden ausschließlich für die Versendung von Konzerthinweisen  genutzt. Ich melde mich umgehend bei Ihnen.

Kleine oder auch größere Spenden für die Durchführung der Kirchenmusiken sind immer willkommen und können gern auf folgendes Konto überwiesen werden:

Spendenkonto für Kirchenmusik
Raiffeisenbank OPR eG
IBAN: DE96 1606 1938 0005 0583 92
BIC: GENODEF1NPP
Verwendungszweck: „Kirchenmusik Kyritz“
Spendenbescheinigungen werden gern ausgestellt.

Vielen herzlichen Dank,
Kantor Michael Schulze

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kyritzer Kirchenmusiken: www.kyritzer-kirchenmusiken.de.